Die Kölner Parkweiher
Natur vor deiner Tür

Logo der StEB Köln – Die Wasser Besser Macher
Die Kölner Parkweiher

Die Kölner Parkweiher
Theodor-Heuss-Weiher

Entdecken und erleben Sie mit uns den Theodor-Heuss-Weiher auf vielfältige Art: Lesen Sie Infos und Geschichten zu diesem ganz besonderen Ort und finden Sie im Bereich Aktivitäten und Service Ideen für Ihren Tag am See.

Entstehungszeit
1888–90
Gartenarchitekt
A. Kowallek
Wasserfläche
0,4 ha
Wassermenge
4.765 m3
Maximale Tiefe
1,50 m
Luftbild vom Ebertplatz über die Parkanlage zum Rhein

Der Weiher, der zu den Ringen gehört

Der Theodor-Heuss-Weiher wurde beim Ausbau des nördlichsten Teilstücks der Kölner Ringstraße angelegt. Diese wurde von 1881 bis 1886 rund um Köln entlang der bereits geschliffenen alten Stadtmauer gebaut.

Infokasten

Seinen Namen erhielt der Weiher erst 1963, als dieser Ringabschnitt nach Theodor Heuss benannt wurde, dem ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland und Ehrenbürger der Stadt Köln. Der Theodor-Heuss-Ring, ein Doppelstraßenzug mit dazwischenliegender Parkanlage, beginnt am Ebertplatz und endet am Rhein am Konrad-Adenauer-Ufer.

 

Portrait des ehemaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss

Theodor Heuss war von 1949 bis 1959 erster Bundespräsident der noch jungen Bundesrepublik Deutschland. (Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F090142-0006 / Fotograf: Georg Munker)

Herbstliche Ansicht des Parkweihers

Der kleine Park mit seinem Weiher ist eine grüne Oase der Ruhe zwischen Ebertplatz und Konrad-Adenauer-Ufer.

Die meisten Grünflächen der Kölner Ringstraße wurden unter der Leitung von Gartendirektor Anton Strauß gestaltet. Ab 1888 führte der Gartenarchitekt Adolf Kowallek dessen Arbeit fort. In diesem Abschnitt schuf er die größte Grünanlage der „Ringe“ mit einer vorwiegend aus Eichen bestehenden Baumbepflanzung. Inmitten des Parks ließ er einen etwas tiefer gelegenen Weiher anlegen, der von Weidenbäumen und Akazien umgeben ist. Der Weiher ist heute ein beliebter Ruhepol im Großstadttreiben am stark frequentierten Ebertplatz und wurde schon damals zum Sonnenbaden, Picknicken und Spielen genutzt.

Den Abschluss der „Ringe“ zum Rhein hin bildet auch heute noch die Bastei, ein Bauwerk von Wilhelm Riphahn – bekannt in Köln in erster Linie durch das Operngebäude – aus dem Jahr 1927. Formprägend für das Gebäude ist der große Überbau, der acht Meter über die Grundfläche auskragt, sowie das gezackte Dach. Im Krieg schwer beschädigt, wurde die Bastei 1958 durch Riphahn selbst nach dem Zustand von 1927 wiederhergestellt. Lange Jahre diente es als beliebtes Aussichtsrestaurant, seit 2019 ist es dauerhaft geschlossen.

Gebäudeaufnahme der Bastei von Wilhelm Riphahn

Die Bastei, gebaut 1924 von Wilhelm Riphahn, wurde bis 2019 als Aussichtsrestaurant genutzt.

Früher Hafen, heute Weiher

Um die Rheinschiffe bei Hochwasser und starkem Eisgang in Sicherheit zu bringen, begann man 1786 mit der Planung eines Schutzhafens. Ein Dekret von Kaiser Napoleon aus dem Jahr 1811 brachte das Vorhaben voran, und zwei Jahre später konnten die ersten Schiffe hier Zuflucht finden. Doch der Hafen blieb ein Provisorium und überschritt die veranschlagten Kosten.

Er wurde erst 1829 vollendet, also 43 Jahre nach Planungsbeginn. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Anlage nicht mehr zeitgemäß war und auch den neuen Anforderungen nicht entsprach. Die angelegte Tiefe des Beckens war für die modernen Dampfschiffe völlig ungeeignet, sodass nur kleinere Segelschiffe und Boote dort überwinterten – sofern sie die waghalsige Passage durch die viel zu enge Einfahrt gemeistert hatten.

Immer weniger Rheinschiffer nutzten daher den Schutzhafen, sodass er nach und nach versandete und zu einem Tümpel wurde. Im Zuge der Stadterweiterung wurde er schließlich zugeschüttet. Der Theodor-Heuss-Weiher ist somit der letzte Rest des Hafenbeckens und erinnert heute an ein sehr teures und – wie sich herausstellen sollte – erfolgloses Projekt, das die Stadt Köln dennoch rund 82 Jahre lang betrieb.

Historisches Foto des Sicherheitshafens
Historische Luftaufnahme des Ebertplatzes

Kaiserdenkmal und Kronleuchtersaal

Direkt gegenüber der Bastei kann man bei einsetzender Trockenheit einen braunen Halbkreis im Gras erkennen. Dabei handelt es sich um die unter dem Grün verbliebenen Fundamente des 1903 errichteten Kaiser-Friedrich- Denkmals.

weiterlesen

Die App für Ihren Parkweiher-Besuch

Unsere geführten Spaziergänge, Fahrradtouren und die Audio-Angebote lassen sich bei einem Besuch der Parkweiher auf dem Smartphone noch besser erleben. Um die Web App zu laden, scannen Sie einfach diesen QR-Code!

QR Code zu https://app.parkweiher.koeln

Unsere geführten Spaziergänge, Fahrrad-touren und die Audio-Angebote lassen sich bei einem Besuch der Parkweiher mit der Web App auf dem Smartphone noch besser erleben. Klicken Sie hier, um die Web App zu laden!

Anfahrt zum Theodor-Heuss-Weiher

ÖPNV: Straßenbahnlinien 12, 14, 15, 16 und 18, Haltestelle Ebertplatz, Auto: Parkplatz Clever Straße

Routenplaner

Alle 15 Parkweiher

auf Karte anzeigen