
Mülheims „grüne Lunge“
Noch bevor das einst wohlhabende Mülheim mit seinen Industriebetrieben im Jahr 1914 ein Teil von Köln wurde, schuf man einen Ort, an dem die Arbeiter*innen der Enge ihrer Mietskasernen entrinnen und sich im Grün einer Parkanlage erholen konnten: den Mülheimer Stadtgarten.
Die „grüne Lunge“ des Stadtteils entstand 1913 nach Plänen des Gartenarchitekten Josef Vincentz in der Senke eines alten Rheinarms. Seine heutige Form geht jedoch maßgeblich auf den Entwurf von Theodor Nußbaum aus dem Jahr 1928 zurück. Mittelpunkt des Parks ist bis heute der Weiher, an dessen Ufer die Bewohner*innen des bevölkerungsreichsten Kölner Stadtteils im Sommer gerne die Sonne genießen.
Klein aber fein: der Parkweiher im Mülheimer Stadtgarten
Grüner Rückzugsort im Schatten des Bull-Hochhauses.
Bereits 2013 wurde der Parkweiher erstmals saniert. Um den Sauerstoffgehalt zu stabilisieren, installierte man 2016 zudem einen Schaum-sprudler und einen Grundwasserbrunnen. Im Jahr 2020 erneuerten die StEB Köln die ausgespülten Bereiche der Versickerungszone. Diese wurden eingefasst und mit Kiessubstrat und sogenannten Xylitwalzen versehen. Durch deren Einsatz wird der Nährstoffgehalt und somit das Algenwachstum im Weiher auf natürliche Weise reduziert.




















