
Reif für die "Freizeitinsel"
Früher war die Groov eine Rheininsel. 1849 wurde sie durch einen Damm mit dem Ufer verbunden und 1862 durch die Anlage von Buhnen rheinseits erweitert. Heute ist der ehemalige Rheinarm ein Doppelsee: die Obere und die Untere Groov.
Ihr heutiges Aussehen erhielt die Groov zwischen 1974 und 1978 vom Kölner Landschaftsarchitekten Gottfried Kühn. In dieser Zeit wurde auch der Yachthafen angelegt und die Halbinsel als Freizeitanlage ausgebaut. Seitdem wird die Groov zusätzlich durch die Zuleitung von Grundwasser stabilisiert. Der Wasserzulauf erfolgt über einen Brunnen an der Oberen Groov. Von dieser fließt das Wasser über ein Durchlassrohr in die Untere Groov.
Blick über die beiden Gewässer der Groov nach Zündorf.
Der rheinseitige Sandstrand erstreckt sich über die gesamte Länge der Groov.
Der Name „Groov“ leitet sich vom Wort „grava“ ab, was so viel wie Sandbank oder Kies bedeutet. Im vom Hauptstrom getrennten Rheinarm lag früher ein natürlicher Hafen, in dem sogar zwei Kräne in Betrieb waren. Dieser versandete jedoch zunehmend – insbesondere nachdem das Kölner Stapelrecht 1831 abgeschafft worden war und der Hafen immer weniger genutzt wurde.
Am schönsten kommt man übrigens mit der Fähre aus dem linksrheinischen Weiß auf die Groov. Die beiden kleinen Passagierboote namens "Krokodil" und "Krokolino", mit denen Fährmann Heiko hauptsächlich am Wochenende viele Spaziergänger und Fahrradfahrer auf die andere Rheinseite bringt, sind heute eine Institution. Die Fährsaison beginnt im März und dauert bis in den Herbst.
Die Rheinfähre "Krokodil" pendelt zwischen dem linksrheinsichen Weiß und der Groov.



















